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- Literarische Matinee "Wir sind nostalgisch..." am 25. Mai um 11 Uhr im Goethe-Institut Café
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- Kinder haben Rechte!
- Fotoausstellung der 7A Klasse der Österreichisch-Ungarischen Europaschule Budapest
- Ich Rassist?
- Weltwissen der Siebenjährigen
- Tief einatmen!
- Das kleine rote schülerbuch
- Die Zukunft lernt im Kindergarten
- Wie geht's - wie steht's ?
- Was Kinder wissen müssen
- Lernlust statt Lernfrust
- Vom neuen Lernen und der Bewältigung der Pubertät
- ABC der sexuellen Aufklärung
- Elternbildung, ein neues Spannungsfeld
- Gewalttätige Kinder mit hyperaktiven-antisozialen Verhaltensstörungen
- Wir können viel dagegen tun, dass Kinder süchtig werden
- Rechnen leicht gemacht
- Elternbildung die Erste! (Woche 0 -8)
- Wie sag ich´s meinem Kinde? Sexualaufklärung für junge Eltern
- Sexualität und Körperlichkeit bei Kindern
- Eltern werden ist ganz leicht
- Was läuft in Gehirnen von Kindern ab
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- Angst vor der Politischen Bildung?
- Civic Education ist auch Politische Bildung
- Was ist Demokratiekompetenz?
- Europäische Civic Education Stiftung gegründet
- Politische Bildung: Was ist das?
- Politische Bildung in den Schulen
- European Civic Education Foundation
- Civic Education International - Tug of War
- Civic Education, jeder braucht sie, keiner will sie
- Civic Education: Lernen, wie mit Angst umzugehen.
- Politische Bildung als Antwort auf Problemfelder
- Die prekäre Lage der Politischen Bildung und Wissenschaft
- Demokratie lernen in der Schule? - eine Streitschrift -
- Demokratie lernen in Europa
- Education for Democratic Citizenship
- Politische Bildung an Österreichs Schulen, gibt´s die?
- Have we forgotten civic education?
- Civic Education: Can public school teach good citizenship?
- Leben mit anderen lernen. Eine Aufgabe für Politik und Politische Bildung
- Grenzen der politischen Bildung und Sozialisation
- Politische Bildung als gelebte Praxis
- Civic Education - weit mehr als nur Politische Bildung?
- 10 Thesen für die europaweite Einführung von Civic Education an Schulen
- Durchbruch - Civic Education - gehirnphysiologisch nachgewiesen
- Die Bildungskrise ist überwiegend eine Krise der Politischen Bildung
- Österreich: Stark übertriebene Erwartungen in die Politische Bildung
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Paradigmenwechsel a la Salzburger Nachtstudio |
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50 Jahre Salzburger Nachtstudio
Humanismus im Zeitalter der Globalisierung
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Einleitungsworte von Alexander Wrabetz und Reaktionen
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Länge: 2:30 min
Das Fundament, auf dem das "Salzburger Nachtstudio" steht, wurde vor 50 Jahren, am 6. November 1956, vom Wissenschaftsredakteur und späteren Landesstudio-Intendanten Paul Becker in Salzburg gelegt. Geprägt hat es etwas mehr als 20 Jahre - von 1963 bis 1984 - der wortgewaltige Oskar Schatz. Im Sommer 1965 konnte er auch sein Konzept der "Humanismusgespräche" durchsetzen. Von diesem Zeitpunkt an bis 2001 war es eng mit dem "Salzburger Nachtstudio" verbunden. Der ORF, das Landesstudio Salzburg, üblicherweise Vermittler von Forschungsergebnissen im außeruniversitären Feld, war zum Veranstalter geworden.
Welchen Herausforderungen sich ein neuer Humanismus im Zeitalter der Neurowissenschaften zu stellen hat, darüber hat der an der Universität Duisburg-Essen lehrende Philosoph Dieter Sturma anlässlich der Jubiläumsfeier des Salzburger Nachtstudios - dem Fest der Dialektik - referiert. Hier ein Auszug aus seiner Rede.
(c) APA
Humanismus im Zeitalter von Neuroscience und in einer globalisierten Welt ist neu zu denken, neu zu verhandeln.
Die neurowissenschaftliche Herausforderung
"Das traditionelle Selbstverständnis, in dem immer auch ein humanistischer Zug wirksam ist, wird in zwei großen Debatten der letzten Jahre zur Ersetzbarkeit des Menschen und zur Willensfreiheit einer grundsätzlichen Kritik unterzogen. Anlass der Debatten sind technische Fortschritte auf den Gebieten der Künstliche-Intelligenz-Forschung, der Robotik sowie der Neurowissenschaften.
In der Ersetzbarkeitsdebatte geht es um Überlegungen zu menschlicher Intelligenz und zu kulturellen Ausrichtungen für die nähere und weitere Zukunft. Die Willensfreiheitsdebatte thematisiert dagegen die Grundlagen menschlicher Einstellungen und Verhaltensweisen. Vor allem im Verlauf der Willensfreiheitsdebatte sind weit reichende Vorschläge zur Revision des Menschenbildes gemacht worden, die sich auf Interpretationen neurowissenschaftlicher Entdeckungen und Experimente - vorzugsweise auf die von Benjamin Libet - stützen.
Zündstoff erhält die Debatte durch die neurowissenschaftlichen Selbstinterpretationen sowie die damit einhergehenden Forderungen nach einer Revision des Menschenbildes. Hierin besteht die Herausforderung der Neurowissenschaften. Die neurophilosophischen Ansätze ziehen aus neurowissenschaftlichen Experimenten den Schluss, dass die Annahme menschlicher Freiheit und Verantwortung grundlos und Selbst- wie Welterfahrungen einer Person letztlich nichts anderes als Konstruktionen ihres Gehirns seien.
Die neurowissenschaftlichen Freiheitskritiker gehen davon aus, dass das Gehirn Handlungen unbewusst einleite. Sie deuten diesen Umstand so, dass herkömmliche Annahmen zu Selbstbewusstsein, Willensfreiheit und Verantwortung von Personen zu korrigieren und entsprechende Konsequenzen für die Rechtsprechung zu ziehen seien. Personen seien für ihre Entscheidungen und Handlungen nicht ursächlich verantwortlich zu machen, weil deren Zustandekommen von neuronalen Mikromechanismen bestimmt werde, die auch die Illusionen von Selbstbewusstsein und Handlungsurheberschaft hervorriefen. Der Vorwurf, Personen hätten im Falle von Verfehlungen auch anders handeln können, erweise sich aus neurowissenschaftlicher Sicht als unbegründet. Grundlage dieser Einschätzungen sind Berichte aus der 'Sicht des Gehirns', denen zufolge uns Verschaltungen festlegen.
Personale Einstellungen und Vorgänge können nicht umstandslos auf neuronale Mikromechanismen bezogen werden. Menschliche Erfahrung ist in der Lebenswelt eingebettet und vollzieht sich nicht unabhängig von ihr. Die neurophilosophischen Szenarien berücksichtigen nicht den Zusammenhang von Körper, Bewusstsein, Handlung und Lebenswelt. Sie übersehen vor allem den konstruktiven Zug ihrer Bewusstseinsmodelle, mit dem ein Element aus diesem Zusammenhang isoliert und mit einem Primat versehen wird. Die starken deterministischen Ausdeutungen tragen nicht dem Sachverhalt Rechnung, dass Tatsachen und Theorien im Verhältnis wechselseitiger Unterbestimmung zueinander stehen.
Ereignisse können wissenschaftlich niemals in allen ihren Bestimmungen erfasst werden. Theorien interpretieren immer nur bestimmte Aspekte der Wirklichkeit und müssen aus konstruktiven Gründen andere Aspekte ausklammern oder unberücksichtigt lassen. Die Sprache, in der sie formuliert werden, hat weder die syntaktischen und semantischen Mittel, die Welt der Ereignisse insgesamt zu erfassen, noch das Potenzial für die eigene Interpretation. Um etwas über Zustände und Ereignisse herausfinden zu können, muss man mit ihnen auf dem Wege von Annahmen und Experimenten interagieren - und genau das tun die Neurowissenschaftler in ihren Experimenten. Letzte Antworten zu der Frage, was wir sind, lassen sich auf diese Weise aber nicht gewinnen, und der Großteil der Neurowissenschaftler versucht das auch gar nicht."
Text: Elisabeth Nöstlinger |
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Die Juden haben zahlreiche Migrationen erlebt. Persien war bspw. so ein Land, auch der Irak, aus dessen Süden sie eigentlich stammen und wo sie später sogar mehrere Generationen hindurch ins Exil (Babylon) gezwungen wurden. Auch Ägypten (Noah) gehört dazu, wo später auch ein gewisser Jesus - genannt der Nazarener - in Wahrheit aufgewachsen ist und sozialisiert wurde. Die Sepharden (Süd-Westeuropa) und die Ashkenazim (Zentral/Osteuropa) sind Zeugen modernerer Migration, die so typisch ist für das Verhältnis, dass der bekennende Antisemit, der frühere Wiener Bürgermeister Lueger so beschrieben hat: "Wer ein Jud´ ist, das bestimme immer noch ich". Juden unterlagen also einem strikten Utilitarismus und das tun sie - wenn auch subtil versteckt - im Grunde heute noch. Zur Geschichte der Juden in Deutschland erschien nun ein interessant gestaltetes Buch unserer langjährigen Civic-Edu Autoren: Ingke Brodersen und Rüdiger Dammann... |
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 Die Geschichte wiederholte sich gewissermaßen immer wieder, zwar nicht linear, jedenfalls aber auf derselben Prozessebene. Juden wie Nichtjuden begegneten sich also mit immer denselben Vorurteilen, Klischees und Illusionen, ohne auch nur einen Deut aus der Geschichte zu lernen.
Daran hat sich also alle die Jahrtausende hindurch kaum etwas geändert. Nur ganz wenige versuchten diesen kulturellen "Mazesgraben" zu überwinden, Baruch Spinoza etwa, Moses Mendelsohn, Hannah Arendt und Bruno Kreisky sind hier an prominenter Stelle zu nennen.
Unsere langjährigen Civic-Edu Autoren Ingke Brodersen und Rüdiger Dammann haben sich nun der Geschichte der Juden in Deutschland angenommen. Gerade recht wie wir meinen. Denn sie zeigen mit diesem gelungenen Werk wie ein modernes Lehrbuch der Geschichte im Grunde aussehen sollte - dieser Hinweis bezieht sich auf den Unsinn mit dem neulich erschienenen Deutsch-Französischen Geschichtslehrbuch.
Aus dem Inhalt:
Solange sie streng nach seinen Regeln lebten, so versprach Gott den Israeliten am Berg Sinai, werde er sie schützen. Nicht nur durch ihren Glauben sollten sie sich von anderen unterscheiden; auch ihre Feiertage und ihre Rechtsordnung, ihre Kleidung und ihre Speisegesetze sollten aller Welt kundtun, dass Gott sie zu seinem »heiligen Volk« auserwählt hatte.
Dennoch wurden die Juden vor 2000 Jahren aus ihrem »Heiligen Land« vertrieben und mussten – in alle Welt zerstreut – in der Fremde leben. Viele ließen sich in deutschen Fürstentümern nieder. Die Dienste der weltgewandten unter ihnen wussten Könige und Fürsten zu nutzen, ihre »Hofjuden« schützten sie. Alle anderen aber waren rechtlos und galten als andersartige »Fremde«. Sie selbst wollten gläubige Juden und gleichberechtigte Deutsche sein, und doch erwies sich dies als ein Spagat, so der Dichter Heinrich Heine, durch den das eigene Herz »mitten entzweigerissen« wird. |
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Das schwierigste Wissen ist das Wissen über sich selbst. Ähnlich wie der Mensch über eine imaginäre Blut-Hirnschranke verfügt, verfügt er auch über eine Schranke, die ihn daran hindert sich selbst richtig wahrzunehmen. Zu dieser psychischen Behinderugen gehört eigentlich auch die Wahrnehmung über die eigene Gesundheit. |
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 Kaum jemanden ist bewusst, dass mit dem Erreichen des 30. Lebensjahres langsam das Sterben beginnt. Die Zellteilung beginnt sich zu verlangsamen, das Immunsystem, das die Heilungprozesse fördert, lässt nach und die unterschiedlichsten Wewehchen brechen aus, zuerst oft nur ganz harmlos, dann aber immer vehementer und tückischer.
Dieser Ratgeber zeigt, wie wir mit den dazugehörigen körperlichen und seelischen Veränderungen umgehen können, und dabei unser Wohlbefinden bis ins hohe Alter erhalten.
Unbeschwerter Lesegenuss mit Anleitungen zur Selbsthilfe, Fitness-Tipps, sowie aktuelle Themen, wie Liebe und Sexualität im Alter, Hormonersatztherapie oder Schönheitsoperationen.
Noch vor gar nicht allzu langer Zeit galt ein Mensch jenseits der 60 als "alt". Heute wissen wir, dass mit "66 noch lange nicht Schluss" ist. Dank immer neuer Erkenntnisse der modernen Medizin ist es den meisten Menschen vergönnt, sich mit den kleinen und größeren Beschwerden des Alterns anzufreunden und das Leben bei zufriedenstellender Gesundheit zu genießen. Das geht freilich nicht ohne entsprechende Information. Dieser Ratgeber zeigt sehr anschaulich, wie wir lernen können mit den unablässig voranschreitenden körperlichen und seelischen Veränderungen umzugehen und dabei unser Wohlbefinden bis ins höchste Alter zu erhalten. Anleitungen zur Selbsthilfe, ein Überblick über marktgängige Artikel, Fitness-Angebote und Pharmaka, sowie aktuelle Themen, wie Liebe und Sexualität im Alter, Hormonersatztherapie oder Schönheitsoperationen werden ebenso ausführlich vorgestellt. Ein Buch für einen unbeschwerten Lesegenuss mit vielen Informationen aus erster Hand.
Aus dem Inhalt:
• Warum dieses Buch geschrieben wurde
• Wie dieses Buch zu lesen ist
• Mit 60 ist noch lange nicht Schluss
Vorbereitung auf das Älterwerden• Mit körperlichen und geistigen Veränderungen umgehen lernen
• Vergesslichkeit ist nicht gleich Alzheimer
• Mann und Frau sein
• „Ewige Jugend“ gibt es sie?
• Das soziale Umfeld
• Freizeit will gestaltet sein
• Die neue Einkommenssituation
Bewältigung von größeren Veränderungen und Krankheiten
• Mit Defiziten und Krankheiten umgehen lernen
• Wenn der geistige Verfall einsetzt
• Lebenskrisen und das Leben im Alter
Betreuung und Abschied nehmen
• Pflegebedürftigkeit
• Fremde Hilfe annehmen lernen
• Tiere und Pflanzen – neue Wege der Altenbetreuung
• In Ruhe sterben dürfen
• Die Zeit danach
Zukunftsperspektiven• Nützliche Adressen und Links
• Bücher zum Nachlesen
• Sachverzeichnis
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Forscher: Menschen-Unterscheidung nach Rasse unbrauchbar! |
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Forscher: Menschen-Unterscheidung nach Rasse unbrauchbar
Civic-Edu-Kommentar:
Was die dpa heute als Weltneuheit vermeldet ist eigentlich ein alter Hut! seit rund zehn Jahren sind diese Forschungen im Wesentlichen abgeschlossen. Bei Civic-Edu sind diese Ergebnisse unter der Rubrik "Alle verwandt, alle verschieden" seit mehr als zwei Jahren im Netz. Die dazugehörenden Ausstellung wurde bisher von mehr als Millionen Menschen besucht! |
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Andererseits freut uns diese Meldung, da sie einmal mehr bestätigt, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden, indem wir naturwissenschaftliche Erkenntnisse mit Philosophie, Psychologie und politischem Denken, bei Civic-Edu vernetzen um so eine Beitrag zur Demokratie und Persönlichkeitentwicklung unserer User zu leisten.
dpa NEW YORK.
Die Unterscheidung von Menschen nach Rasse und ethnischer Zugehörigkeit ist nach Meinung von Genomforschern nicht nur politisch riskant, sondern auch genetisch „zu sehr vergröbert“ und damit unbrauchbar.
„Wir sind genetisch weitaus nuancierter und differenzierter als an unserer Hautfarbe abzulesen“, heißt es in einer Sonderausgabe des Wissenschaftsjournals „Nature Genetics“ (Bd. 36, S. 51) vom Mittwoch. Nur ein winziger Bruchteil der rund 20 000 bis 25 000 Gene im Erbgut des Menschen beeinflusse etwa die Hautpigmente.
Selbst bei der Ermittlung von Krankheitsursachen mache die ethnische Zuordnung wenig Sinn, betont der Leiter des amerikanischen Genomforschungsinstitutes bei den National Institutes of Health (NIH) in Bethesda (US-Bundesstaat Maryland), Francis Collins. Unter seiner Führung hatte ein internationales Team von Genomforschern, darunter auch in Deutschland, das menschliche Erbgut entziffert. „Die Forschung muss sich endlich über diese schwache und ungenaue Verknüpfung (von Rasse und Krankheit) hinwegsetzen“, fordert Collins in einem Kommentar in der Fachzeitschrift.
„In vielen Fällen haben Unterschiede in der Gesundheit wenig mit der Genetik zu tun, sondern vielmehr mit der Kultur, Ernährung, den sozialen und wirtschaftlichen Voraussetzungen, Zugang zu ärztlicher Fürsorge, Bildung und Umwelt, dem gesellschaftlichen Stand und eventueller Diskriminierung sowie Stress und anderen Faktoren“, stellt Collins klar. Es gebe nur wenige Leiden, die sich auf eine ethnische Gruppe konzentrierten wie die Tay-Sachs-Krankheit auf aschkenasische Juden sowie auch die Sichelzellen-Anämie auf Schwarzafrikaner.
HANDELSBLATT, Mittwoch, 27. Oktober 2004, 07:52 Uhr
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Lineares Lernen ist ein Trugschluss |
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Evolution heißt Wettbewerb. Schon in der Genesis ging es um Wettbewerb als die Schlange fragte: "Wollt ihr so werden wie Gott..? und Erkennen was Gut und was Böse ist?", und man wollte.
Die Menschen sind zur Strafe dafür mit Blindheit geschlagen. Sie vermögen es nicht mehr zu erkennen wie sehr sie fremdgesteuert funktionieren wie es auch im Artikel über das Buch "Freiheit und Neurobiologie" beschrieben wurde. |
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 Unsere Wettbewerbsgesellschaft fordert, dass die Kinder lernen. Lernen wird somit nicht zum fließenden Erfahrungsmoment, sondern selbst zum Konsumgut, dass man zum Gewinn einer Note und somit zu individueller gesellschaftlicher Anerkennung erringt, nicht aber um dadurch einen Erkenntnisprozess voranzutreiben.
Die EU bspw. hat den sogenannten "Lissabon Prozess" in Gang gesetzt, der das lebensbegleitende Lernen zum Ziel hat. Nicht aber, um damit das Bewusstsein seiner Büprger zu vertiefen, sondern vielmehr um 2010 dadurch zum stärkste Wirtschaftsraum der Welt aufzusteigen. So gesehen ist das Ziel der EU kaum weniger zynisch aus auch die "Eugenik" der Nazis gewesen ist.
An einer anderen wichtigen Bibelstelle wird diese Situation mit dem "Balken vor dem Auge", beschrieben, das diese Neurotiker allgemein kennzeichnet. Eher geht ein "Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Selbstgerechter in den Himmel", ist die logische Konsequenz aus dieser Dynamik.
So finden sich überall Eltern und Erwachsene, die einem Menschen an dessen Papierform also an dessen Noten messen, so wie die Nazis die Köpfe und Körper der Menschen vermessen haben. Eltern wie Nazis sind von der Harmlosigkeit ihres Tuns über zeugt, sie wollen ja nur das Beste für ihre "Untertanen".
 Wie wenig sinnvoll diese Überzeugung ist, wie sehr Generationen von Menschen durch die Neurosen ihrer Vorfahren geschädigt werden erkennt man an den weltwiten Konflikten, egal, ob sie nun im Elternhaus oder in der grossen Politik stattfinden.
Eltern und Politik arbeiten genaugenommen selten primär für die ihnen Anvertauten, sondern zunächst einmal für sich selbst, für ihre eigene Anerkennung. Das macht es so schwierig, sinnvoll und effizient in die Gesellschaft zu intervenieren, um den eigentlichen Zweck: die offene, friedliche Gesellschaft zu erreichen.
Deshalb werden Eltern wohl auch künftig fragen: "Welche Note hast du bekommen" und Großeltern werden bereitwillig auch künftig 10 € für jede gute Note beisteuern. Beiden ist die Ambivalenz ihre Tuns unbewusst. Beide erkennen nicht, dass sie dadurch den Opportunismus und die Korruption weitertragen, die das Hindernis einer modernen Zivilgesellschaft darstellen.
Paolo Coelho, der brasilianische Dissident und Schriftsteller, hatte diese Problematik vielleicht vor Augen, als er kürzlich bei seinen Besuchen in Wien und Budapest eine seiner Kurzgeschichten zum Besten brachte:
Grundlos fluchen, oder: der Zauber der Wahrnehmung
Übersetzung leicht überarbeitet von Michael Stanzer
Ein mexikanischer Zauberer der Azteken führt seinen Schüler zu einem Wald-Heiligtum. Obwohl der Schamane schon recht alt ist, eilt er behände, während sein um vieles jüngerer Schüler ständig auf dem glitschigen Boden ausrutscht und stürzt. Der Schüler rappelt sich immer wieder hoch, flucht laut, spukt auf den verflixten Boden und eilt dem Meister hinterher.
Nach längerer Wanderung gelangen sie an den heiligen Ort. Unmittelbar darauf macht der Medizinmann auf dem Absatz kehrt und macht sich sprachlos auf den Heimweg.
„Ich habe ja heute noch nichts von euch gelernt“, beschwert sich der Schüler voll Zorn, als er wieder mal gestürzt war.
„Ich habe dich schon etwas gelehrt, nur leider hast du es noch nicht wahrgenommen“, antwortete der Medizinmann, ich versuchte dir etwas ganz Wesentliches beizubringen, „nämlich, wie man mit den Fehlern. die man im Leben macht, umgehen soll.“
Und wie soll ich mit ihnen umgehen?“
„Genauso wie du mit deinen Stürzen umgehen solltest, antwortete dieser, anstelle die Stellen zu verfluchen, wäre es sinnvollen nachzudenken, weshalb zu Fall gekommen bist. |
Freiheit und Neurobiologie |
John R. Searle |
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Die Diskussion, ob es einen "Freien Willen" gäbe oder nicht, beherrscht die Philosophie und nicht zuletzt auch die Theologie seit Jahrtausenden. Immer wenn man glaubte, das sei doch nicht möglich, kam neuer Diskussionsstoff auf, wie zuletzt wieder durch die neuesten Erkenntnisse in Hirn und Genforschung.
Welche Konsequenzen das auf unser Zusammenleben hätte, ist genaugenommen unüberschaubar. Wenn das so ist, inwieweit ist der einzelne Mensch für sein Denken, sein Handeln und Tun dann eigentlich verantwortlich...?
Eine ähnliche Diskussion hat schon einem zur "Eugenik" geführt, einer im Grunde gutgemeiten Absicht, die den künftigen Menschen fitter für das Meistern des Alltags machen sollte.
Doch der so beschrittene Weg hin zum Übermenschen ist nicht weit, und Auschwitz und die Vernichtung unwerten Lebens stand deshalb schon einmal auf der politischen Agenda beinahe eines ganzen Kontinents.
Wie beim Zauberlehrling bei Goethe, scheint der Mensch von solchen Phänomenen fasziniert zu sein, was uns also heute mahnen sollte, im Zweifel gegen das Klonen und Genmanipulationen die Stimme zu erheben. |
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"Menschen lieben Skandale." schreibt der Münchner Wissenschaftsjournalist Dr. Olaf Schmidt, in seiner Rezension über das Buch "Freiheit und Neurobiologie" und fährt fort:
 "Also lieben sie die Diskussion um den freien Willen. Nun setzt der Philosoph John Searle noch eins obendrauf: Er nennt es einen Skandal, dass sich seine Disziplin schon so lange mit dem Thema beschäftigt - und trotzdem in mehreren hundert Jahren kaum Fortschritte erzielt hat.
Tatsächlich ist das Interesse am Streit um den freien Willen in der letzten Zeit nicht dank eines Durchbruchs in den Geisteswissenschaften neu entfacht, sondern auf Grund einiger weniger Expe-rimente aus der Neurobiologie. Jetzt buhlen zahllose Neuerscheinungen zum Thema um die Aufmerksamkeit des Publikums und - nicht überraschend - ähneln sich zum Verwechseln in den Wortlauten ihrer Titel.
"Freiheit und Neurobiologie" heißt auch die Ende vergangenen Jahres erschienene Schrift von John Searle, in der er an Artikel wie "Consciousness, free action and the brain" (in: Journal of Consciousness Studies, 10/2000) anknüpft. In seinem neuen Buch betrachtet der Professor für Philosophie von Geist und Sprache an der University of California in Berkeley das Problem Willensfreiheit als hauptsächlich begrifflich angelegt, und er argumentiert vor allem sprachlich und mit logischen Konstrukten. Von der Diskussion, wie sie hier zu Lande namhafte Experten in den Feuilletons führen, hat sich Searle weit gehend abgekoppelt. Ebenso unberücksichtigt lässt er die Daten des Hirnforschers Benjamin Libet, an denen sich ja für gewöhnlich der Streit entzündet. Libet zeigte in den 1970er und 1980er Jahren, dass eine Bewegung vom Gehirn unbewusst eingeleitet und erst danach der Wille erzeugt wird, diese Tätigkeit auszuführen. Viele Neurobiologen zogen daraus den Schluss, wir würden über keinen freien Willen verfügen. Die Geisteswissenschaften hielten dagegen und betrachteten ein derartiges Experiment als ungeeignet, um darüber zu entscheiden.
Von all diesen Diskussionen hält sich John Searle also fern, wodurch seine Position seltsam autistisch anmutet. Sicher, ein amerikanischer Philosoph muss nicht das deutsche Feuilleton verfolgen, und bei einem Wissenschaftler von seinem Kaliber möchte man seine Haltung als souverän einstufen - insbesondere da es sich um einen Text handelt, der auf einem Vortrag an der Pariser Sorbonne basiert. Doch muss es irritieren, wenn der Autor schreibt, dass sich das Problem "im Wesentlichen auf die Funktionsweise des Gehirns" bezieht, er aber darauf im Folgenden kaum eingeht.
Erstaunlicherweise ist eines seiner Kapitel auch mit "Wie Bewusstsein den Körper bewegen kann" überschrieben. Hier befindet sich Searle wieder im deutlichen Widerspruch zu den Versuchen von Libet und Kollegen. Zwar hängt auch für den Amerikaner Willensfreiheit mit Bewusstsein und dem Selbst zusammen und er operiert mit diesen Begriffen. Da er die Inhalte und sein Verständnis von diesen jedoch nicht erörtert, lässt er den Leser im Unklaren und verlagert den Streit nur auf die Bedeutungsebene der Begriffe. So werden die Überlegungen des Autors zwar zu brillanten philosophisch-logischen Exerzitien mit offenem Ausgang, aktuelle Debatten aber beeinflussen sie kaum. |
Teamarbeit - Soziales Lernen in berufsbildenden Schulen und Institutionen |
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Konventioneller Unterricht heißt Frontalunterricht. Was heißt: Pädagogen tragen vor, Schüler lernen auswenig. Das war das Lernen von Gestern. Wohin dieses "Lernen" führte, bzw. soferne angewandt führt, weiß man: "ins Gestrige!" Und in der Tat, diese Art zu unterrichten, die nicht das Team und den Schüler als wertvolles Teil der menschlichen Gemeinschaft im Vordergrund hat, sondern den anscheinend allwissenden Lehrer mit seinem Fachbuch, ist so etwas wie die Einstiegsdroge in späteres autoritäres Verhalten. |
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Lehrer die die Wissensvermittlung ins Zentrum ihrer Arbeit stellen sind also schlecht beraten, ihnen passiert früher oder später das, was Erwin Ringel: "Selbstschädigung durch Neurose" nannte und beschrieb. Man erkennt diese Lehrer leicht, weil sie es sind die nach Disziplin rufen, ohne zu merken, dass sie selbst der Ursprung dieser "Disziplinlosigkeit" sind.

Soziales Lernen in Berufsbildenden Schulen und Institutionen
Wirtschaftsfachleute fordern Soziale Kompetenz und Teamfähigkeit als Ausbildungsziele. LehrerInnen und AusbildnerInnen fühlen sich von solchen Forderungen oft unter Druck gesetzt. Die vorliegende Publikation hat sich zum Ziel gesetzt das methodische Know-how zu vermitteln, wie man Lernende beim Erwerb von sozialen Basisqualifikationen unterstützen kann.
Sie bietet zahlreiche methodisch-didaktische Anregungen und Tipps. Doch wer kennt nicht den Typus des Lehrers/der Lehrein die einen weiten Bogen um alle Erneuerungen machen, die so wie die Katzen den Ortswechsel fürchten, jede Veränderung ihres Berufsumfeld als Angriff gegen ihre Person empfinden.
Es bleibt dennoch zu hoffen, das die Lehrerbranche, die weitgehend unter diesen Mängeln leidet, diesen Input der durch die Bücher Teamarbeit "soziales Lernen in berufsbildenden Schulen und Institutionen" und Teamarbeit "
nicht ignoriert.
Soziales Lernen in der Berufsbildung
"Teamfähigkeit!" - diese Qualifikation wünschen immer mehr Berufe. Wie kann die Berufsbildung darauf vorbereiten? Wie werden lose Gruppen zu effizient arbeitenden Teams? Wie kann man Teams begleiten und fördern?
Dieses Buch gibt Antwort. Es ist geschrieben von einem Team für Teams und bietet Übungen aus der Praxis für die Praxis. Neue kreative Ideen stehen neben Altbewährtem. Alle Methoden sind erprobt, alle lassen sich ohne großen Aufwand und auch mit sehr großen Gruppen durchführen.
Die vier Schwerpunktbereiche sind: Selbstmanagement, Kommunikative Kompetenz, Teamfähigkeit und Qualitätssicherung. Ein Buch, das wieder Freude aufs Unterrichten macht und den Methodenkoffer füllt. Ein Buch, das zur Pflichtlektüre werden sollte.
Eine der ausgewiesenen Expertinen für Soziales Lernen Ruth Mitschka schreibt:
"Um Kinder und Jugendliche optimal auf ihre Zukunft vorzubereiten, ist heute mehr als die Vermittlung bloßen Fachwissens notwendig.
Das Bildungskonzept "Soziales Lernen" ist eine erfolgreiche und effiziente Antwort auf die Anforderungen, die eine sich ständig wandelnde Welt an die Jugendlichen stellt:
Wir verstehen darunter einen Prozess, der die Beziehungs- und Beteiligungskultur in den Klassen fördert und die Selbst- und Sozialkompetenz der SchülerInnen stärkt.
SchülerInnen lernen, mit Sachthemen, mit sich selbst und mit anderen auf eine für alle Beteiligten konstruktive Weise umzugehen und Selbstkompetenz, Sozialkompetenz und Sachkompetenz in einem ausgewogenen Verhältnis zu entwickeln.
Ziel ist es, den Kindern/Jugendlichen Lernanlässe zu bieten, die ermöglichen ...
im Umgang mit sich selbst SELBSTKOMPETENZ zu entwickeln, die zu einer gelungenen Lebensgestaltung befähigt,
im Umgang miteinander (Partnerbeziehung – Team – Gesellschaft) SOZIALKOMPETENZ zu entwickeln, um sich in einer dynamischen Welt zu bewähren und die Mitwelt verantwortlich und aktiv mitzugestalten,
SACHKOMPETENZ in Form von fachlich-methodischem Know-how zu erwerben.
Die Schule wird dabei als positiver Lebensraum und als förderlicher Lernort erlebt.
Die Förderung dieser dynamischen Fähigkeiten soll die SchülerInnen auf Situationen vorbereiten, zu deren Bewältigung abrufbares Wissen und erworbene Erfahrungen alleine nicht ausreichen, sondern in denen Lösungswege aktuell entwickelt werden müssen.
Die Ziele des Bildungskonzepts "Soziales Lernen" sind durch Zusammenarbeit mehrerer LehrerInnen am leichtesten zu erreichen und werden durch eben diese Zusammenarbeit modellhaft sicht- und erlebbar.
Soziales Lernen ...ist der Weg vom Ich zur arbeitsfähigen Gruppe,heißt: sich selbst entfalten und die Kraft der Gruppe nutzen, meint die Entwicklung einer Gruppe zum selbstorganisierten Team, besteht in der Arbeit einer Gruppe an einer gemeinsamen Sache, verlangt die Gleichgewichtung von Ich, Wir und Sache, baut Beziehungs- und Beteiligungskultur auf, führt zur Verknüpfung von Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz, kennt nur Lernende mit unterschiedlichen Voraussetzungen, bedeutet den Prozeß von der Leitung zur Begleitung, hat einen Roten Faden mit 7 Wegabschnitten, beruht auf einer Pädagogik des Sowohl - Als Auch, gründet Demokratie als Summe von Emanzipation und Gemeinschaftsorientierung, ist nie zu Ende." |
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